Im Museum ist der Zirkus los!

Das Wissen ist explodiert und verändert sich täglich. Wir lernen ein Leben lang und benötigen Kompetenzen, die das „Lernen lernen“ individuell-optimal bereichern. In Kooperation mit der Stiftung „STUFEN zum Erfolg“ führten wir an den Kaufmännischen Lehranstalten in Bremerhaven für Auszubildende einen Impuls-Workshop durch. Ein Schwerpunkt war ein „Lern-Museum“. Die beteiligten Auszubildenden schlüpften dabei in die Rolle von Reportern, die - unter argem Zeitdruck - für ihre Zeitung über ihren Museumsbesuch berichten sollten. Hier der Bericht von Anika Müller und Fabian Eicken:

 

Herr Dr. Rübsahm, Leiter des Museums of modern Learning & Presentation, begrüßt uns in seinem „Kultmuseum“. Während der Führung zeigt er uns verschiedene Kunstwerke unbekannter Künstler. Das erste Exemplar erinnert uns an eine Art maslowsche Bedürfnispyramide. Es geht offensichtlich um Motive. Bis zum Lernerfolg gilt es mehrere Stufen zu meistern: Der Lernwillige muss demnach erst seine Bedürfnisse kennen und sich lohnende Ziele setzen. Auch an Selbstbewusstsein und Begeisterung darf es ihm nicht mangeln, ansonsten wird er nie den gewünschten Lernerfolg erzielen. Deutlich macht der Künstler diesen Weg an zwei Personen, wovon eine erfolgreich auf dem Gipfel der Pyramide jubelt und die andere unmotiviert am Anfang steht. Sie sehen also, zum Lernerfolg kommt man nur, wenn man sich bemüht und ausreichend Motivation aufbringen kann.

 

Herr Dr. Rübsahm führt uns weiter zu dem zweiten ausgestellten Kunstwerk, welches das menschliche Gehirn darstellt. Es ist mit viel Fantasie die linke und die rechte Gehirnhälfte zu erkennen, darin sieht man das Großhirn, dessen relative Größe uns von den Tieren unterscheidet. Hier wird unser Wissen „gespeichert“. Auch das Stammhirn ist zu erkennen, welches nur zwei Situationen zu kennen scheint: Angriff oder Flucht. Positive Emotionen sind für das effektive Lernen extrem wichtig und haben im limbischen System ihren zentralen Platz. Mit diesem Bild lässt Herr Dr. Rübsahm uns jedoch weitgehend - wie der Künstler - allein. Es soll durch sich wirken.

 

Passend zum Thema der linken und der rechten Gehirnhälfte stellt der Museumsdirektor uns eine Übung vor, die dabei helfen kann, die beiden Gehirnhälften miteinander zu verknüpfen. Ob´s wirklich hilft? Auf jeden Fall eine Mitmachaktion, die alle Journalisten fasziniert.

 

Im nächsten Gemälde mit dem Titel „Vier heiße Typen für ein Halleluja“ stellt der Künstler die zum Lernen wichtigen ´Helfer´ bildlich dar. Dabei geht es um das Hören, Fühlen, Sprechen und Sehen. Herr Dr. Rübsahm erläutert, dass man durch das eigene Handeln am besten lernt.

 

Rudi Klaro, Sabine Pingel, Max Flippig und Else Harmonia sind die Hauptfiguren des vierten Ausstellungsstücks. Sie stellen die vier Persönlichkeitstypen dar, die nicht nur in der Arbeitswelt auftauchen. Rudi Klaro steht stellvertretend für die Menschen, die ein klares Ziel vor Augen haben. Sabine Pingel vertritt auf dem Kunstwerk die qualitative Gruppe, welche sehr genau und detailliert bei der Ausführung der Aufgaben ist. Max Flippig ist wichtig, dass etwas passiert, er kann nicht lange abwarten und sorgt für „Action“. Else Harmonia verhält sich teambildend und hat eine sehr ausgeprägte soziale Ader. Die Charaktere werden bildlich passend dargestellt.

 

Im nächsten Gemälde geht es um Präsentationen. Eine Person jongliert mit mehreren bunten Bällen, die alle wichtig sind. Die Bälle stehen für verschiedene Elemente einer guten Präsentation: Das „Ich“, der Ablauf, der Inhalt, die Gestaltung und das Publikum. Es ist wichtig, dass man während der Präsentation auf seine positive (innere und äußere) Haltung, Gestik und Mimik achtet (Ich). Außerdem sollte sich durch die gesamte Präsentation ein „roter Faden“ ziehen (Ablauf). Die Richtigkeit des Inhalts ist natürlich äußerst wichtig (Inhalt). Auch „für’s Auge“ muss etwas dabei sein. Man soll also möglichst mit Bildern arbeiten oder wichtige Dinge farbig hervorheben (Gestaltung), so die Botschaft. Das Publikum sollte mit in die Präsentation einbezogen werden (Publikum). Herr Dr. Rübsahm hält sich an die Vorgabe seiner ausgewählten Kunstwerke und übt mit uns das Jonglieren.

 

Das letzte Bild ist ein wahres Meisterwerk. Der Museumsleiter sagt uns, dass der Künstler für dieses großformatige Werk einen hohen Zeitaufwand benötigte, da dieses Gemälde eine äußerst aufwendig strukturierte Mindmap darstellt. Der unbekannte Künstler setzt sich mit dem Thema „Information aufnehmen und verankern“ auseinander. Es geht um Mitschriften, Mindmaps, das aktive Lesen und die geheimnisvolle TQ3L-Formel, um GrafIz´, den Lern-Larry, das sinnvolle Sortieren und Strukturieren von Informationen sowie die 5-Fächer-Lernkartei. Wir wollen jedoch nicht zu viel verraten, zumal gerade zu diesem Gemälde reizvolle Aktivitäten auf Sie warten.

 

Machen Sie sich selbst ein Bild. Die Ausstellung ist nur bis zum Ende des Jahres im „Museum of modern Learning & Presentation" zu sehen. Die Führungen übernimmt der Museumsleiter Herr Dr. Rübsahm höchstpersönlich, auch für Fragen steht er zur Verfügung – es lohnt sich!